Erfolgreiche Implantate: bisherige Prothetik relevant

Wissenschaftler der Universität Jena haben sich mit der Frage befasst, welche Einflussfaktoren für eine langjährig erfolgreiche Implantat-Versorgung relevant sind. Dabei betrachteten sie sowohl die biologischen Verhältnisse in dem Bereich, der für das Implantat vorgesehen war, als auch die Restbezahnung der Patienten sowie deren bereits vorhandenen Zahnersatz. Dabei zeigte sich, dass insbesondere Art und Umfang des bisherigen Zahnersatzes relevante Aussagen zur Gesundheit der Implantatstelle machten. War schon an mehreren Stellen Zahnverlust aufgetreten und durch Zahnersatz korrigiert wurden, ließ dies Rückschlüsse auf ein bereits parodontal geschädigtes Gebiss und Mundgewebe zu. Manche Krone oder Brücke zeigte aufgrund von Passungenauigkeit Nischen mit krankmachenden Keimen oder führten zu einer Fehlbelastung des Zahnbettes mit der Folge von Gewebeschäden. Die Wissenschaftler rieten dazu, vor einer Implantatbehandlung die bestehende Zahnersatzversorgung genau zu überprüfen, Patienten sollten ihre Erfahrungen mit ihrem Zahnrsatz dem Zahnarzt berichten. Eine bestehende infektiöse Parodontitis sollte vor Implantation ebenso wie freiliegende Wurzelbereiche behandelt werden, um die Anzahl riskanter Keime im Mund zu reduzieren

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Aktuelles aus der Praxis

Vor dem Sommerurlaub zum Zahn-Check

Wer sich die schönsten Wochen des Jahres nicht mit Zahnschmerzen verderben will, sollte vor dem Urlaub einen Zahn-Check einplanen. Sollte eine Behandlung nötig sein, kann diese dann noch vor Reiseantritt abgeschlossen werden. Auf gar keinen Fall sollte man mit Zahnschmerzen in den Urlaub fahren. Dann gilt es unbedingt vorher den Zahnarzt zu konsultieren. Zwar lassen sich leichte Zahnschmerzen einige Tage mit Schmerzmitteln überbrücken, doch für einen längeren Urlaub ist dies keine Lösung – zumal nicht auszuschließen ist, dass sich die Beschwerden verschlimmern. Mitunter kann der Zahnarzt mit einer Therapie zumindest beginnen und diese nach dem Urlaub abschließen. Ebenso ist es wichtig, eine Implantation oder die operative Entfernung eines Weisheitszahnes mit den Urlaubsplänen zu synchronisieren. Zwischen Operation und Urlaubsbeginn sollte mindestens eine Woche liegen: Körperliche Anstrengungen gehören nach einem dentalen Eingriff nicht auf das Tagesprogramm.

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Erstes Lebensjahr: Besser Obst essen als Fruchtsaft trinken

Fruchtsäfte enthalten mehr Zucker als Obst und fördern so Karies. Darum empfehlen US-amerikanische Kinderärzte, dass Eltern ihren Kindern im ersten Lebensjahr grundsätzlich keine Fruchtsäfte geben und dem Nachwuchs stattdessen frisches Obst anbieten sollten. Der süße Geschmack von Säften könne, so die Experten, darüber hinaus auch dazu führen, dass eine Vorliebe für Süßes geprägt wird und die Kinder dann später Süßgetränken den Vorzug geben. Der Durst sollte bei kleinen Kindern mit Milch und bei größeren mit Wasser gestillt werden, empfehlen die Kinderärzte.

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Zahnfleischschwund durch Zähneputzen?

Bei Erwachsenen und älteren Menschen kann sich das Zahnfleisch zurück bilden, Fachleute sprechen von einer „Rezession" des Zahnfleischs. Dann liegt der Zahnhals frei, es wächst das Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hitze und Kälte und für Erkrankungen des Zahnhalteapparats. Da das Zahnfleisch auch bei Patienten mit guter Mundhygiene schrumpfen kann, haben Experten die möglichen Ursachen unter die Lupe genommen. Rauchen, Zahnfleischentzündungen und Plaque spielen eine Rolle. Doch wie steht es um die Zahnputztechnik? Das Zähneputzen alleine – ob mit Handzahnbürste oder elektrischer Zahnbürste – scheint die Zahnfleischveränderungen weder auslösen noch verschlimmern zu können, schreiben Experten in einer Fachzeitschrift. Nicht die Bürste selbst, sondern allenfalls die Art ihrer Anwendung kann das Zahnfleisch schädigen. Wichtig ist es daher, sanft und ohne starken Druck zu putzen.

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Zahnarzt-Phobie: Betroffene haben schlechtere Zähne

Menschen mit ausgeprägter Furcht vor dem Zahnarztbesuch haben ein erhöhtes Risiko für Zahnverlust und Karies sowie eine schlechtere orale Lebensqualität. Dies belegt eine Studie britischer Zahnärztinnen und Zahnärzte. Die Wissenschaftler hatten Mundgesundheit und Befinden von Menschen mit und ohne Dental-Phobie untersucht und verglichen. Die Forscher vermuten, dass Patienten mit einer Dentalphobie regelmäßige Kontrolluntersuchungen vermeiden, bei denen Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Damit verknüpft ist auch der Befund, dass Phobie-Patienten sich eher für eine radikale Lösung entscheiden, etwa eine Zahnextraktion, als für eine längerfristige Therapie.

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Die Mundgesundheit bei Senioren hat sich verbessert

Vor 20 Jahren war noch ein Viertel der Senioren völlig zahnlos. Heute muss nur noch jeder achte in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren eine Vollprothese tragen. Die modernen Möglichkeiten der Zahnerhaltung und vor allem die konsequente Orientierung der Zahnmedizin auf die Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch sind dafür entscheidend, betonen die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Bundeszahnärztekammer. Darum nehme Deutschland hier einen Spitzenplatz im internationalen Vergleich ein. Allerdings zeigt aktuelle Mundgesundheitsstudie auch, dass Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen noch nicht im gleichen Maße wie die breite Bevölkerung von der positiven Entwicklung profitieren: Das Wissen, dass regelmäßige Mundpflege und Kontrolluntersuchungen viel bewirken können, müsse weiterhin intensiv vermittelt werden, so die Experten.

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Die Zahnzwischenräume pflegen

Die Pflege der Zahnzwischenräume – ob mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen – gehört zu einer modernen Mundpflege dazu. Unterbleibt sie, hat dies Folgen für die Mundgesundheit. So zeigt beispielsweise die aktuelle Mundgesundheitsstudie, dass jüngere Erwachsene, welche auf die Reinigung ihrer Zahnzwischenräume verzichten, doppelt so häufig kariöse Zahnflächen haben wie jene, die auf diese Reinigung verzichten. Auch das Zahnfleisch ist deutlich gesünder, wenn die Zahnzwischenräume gepflegt werden. 

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Angst vor der Behandlung: neue Wege

Auch wenn die Angst vor der Zahnbehandlung offenbar in den letzten Jahren abgenommen hat, nicht zuletzt aufgrund besserer Behandlungsverfahren, aber auch wegen der oft lediglich der Kontrolle dienenden Zahnarztbesuche, gibt es doch auch heute noch Patienten, die selbst drängendste Zahnbehandlungen so weit wie möglich hinausschieben. Das Institut der Deutschen Zahnärzte vermutet, dass rund 12 % der Bevölkerung eine über die normale Angst hinausgehende Belastung verspüren. Manche von solchen Ängstlichen werden von schmerzhaften Erinnerungen geplagt, ihnen fehlt das Wissen, wie sehr sich die Möglichkeiten für eine schmerzarme oder ganz schmerzfreie Behandlung in den letzten Jahren verbessert haben. In manchen Fällen hilft auch eine Hypnose, die sogar im Rahmen einer Implantation für deutliche Linderung sorgen kann. In besonders schweren Fällen kann eine psychotherapeutische Begleitbehandlung sinnvoll sein, um die alten Erfahrungen zu verarbeiten. In sehr schwerwiegenden Fällen kann in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Anästhesisten auch eine Narkose gemacht werden, sie gibt es ebenfalls in verschiedenen Intensivgraden. Wie Konstantin von Laffert, Präsident der Zahnärztekammer Hamburg, vor einigen Wochen in einem Zeitungsinterview sagte, kann ein Attest auf Zahnarztphobie (beispielsweise über den Hausarzt) zur Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse führen – garantiert sei das aber nicht. Patienten sollten sich im Vorfeld bei ihrer Krankenkasse entsprechend informieren.

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Enge Verbindung: Zahn und Herz

Viele verschiedene Studien, nicht zuletzt der wissenschaftlichen kardiologischen Gesellschaften über Deutschland hinaus haben in der Vergangenheit bereits die enge Verbindung von Zahngesundheit und Herzgesundheit aufgezeigt. Wenn sich beispielsweise im Inneren des Zahnes eine Entzündung entwickelt und sich diese durch das umliegende harte Zahngewebe nicht ausbreiten kann, neigt der Körper dazu, eine Art „Abfluss" am Ende der Zahnwurzeln zu öffnen: Über die Blutbahnen, mit denen der Zahn mit dem gesamten Körper in Verbindung steht, werden die Schadstoffe abtransportiert. Studien haben gezeigt, dass die für die Entzündung im Mund relevanten Bakterien auch bei Herz-Entzündungen vorzufinden sind und empfehlen daher schon lange, Infektionen wie die Parodontitis schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Ein zügiges Eingreifen gilt auch bei Zahnwurzelentzündungen, darauf machte kürzlich ein Bericht im „Hamburger Abendblatt" aufmerksam. Spüre man einen Schmerz bei Zahnbelastung, solle möglichst rasch eine Wurzelentzündung ausgeschlossen werden. Einerseits wirke eine Betäubung im Falle einer notwendigen Behandlung bei leichter Entzündung besser als bei fortgeschrittener, andererseits lasse sich durch eine rechtzeitige Wurzelbehandlung einer Infektion des Herzens und anderer Organe über die Blutbahn am ehesten vorbeugen.

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