Penicillin-Allergie: bei Implantation beachten

Wie eine neue Studie einer Wissenschaftlergruppe der Universität New York zeigt, ist der Erfolg eines gesetzten Implantates auch von der Verträglichkeit begleitender Antibiotika abhängig. In einem Fachbeitrag berichtete vor Kurzem eine deutsche zahnärztliche Fachzeitschrift über die Forschungsergebnisse. Demnach wurde deutlich, dass eine Allergie auf Penicillin mehr als doppelt so oft zu einer Einheilungsstörung führt als bei Penicillin-Nutzern ohne allergische Vorbelastung. In der Implantologie werden Antibiotika oft vorbeugend eingesetzt, um Infektionen im operierten Wundbereich zu verhindern. Für diese Aufgabe stehen verschiedene antibiotisch wirkende Präparate zur Verfügung. Im Falle einer bekannten Penicillin-Allergie kann das Praxisteam daher auf ein anderes vergleichbares Medikament ausweichen. Unbekannt ist, warum gerade das Penicillin deutlich häufiger als andere Präparate zu unerwünschten Folgen führt. Bekannt allerdings ist, dass sich sehr viel mehr Menschen als Penicillin-allergisch bezeichnen als sie es tatsächlich sind: Wissenschaftler empfehlen daher, sich als entsprechend allergisch empfindende Patienten vorab zu testen: Penicillin gelte nach wie vor als sehr wirksam, was nicht von allen alternativen Präparaten gesagt werden könne.


 

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