Zucker: Verzicht für gesundes Altersherz
Nicht nur die Zahn- und Mundgesundheit profitiert lebenslang, wenn schon seit der frühen Kindheit der Zuckerkonsum deutlich reduziert wird: Offenbar schützt dieses Verhalten auch das Herz. So wie sich die Mundgesundheit mit den Lebensjahren auf der Grundlage dessen weiterentwickelt, was ihr aus den Kinderjahren mit auf den Weg gegeben wurde, geht auch die Herzgesundheit mit den Jahren in eine gesunde oder ungesunde Richtung.
Chinesische Wissenschaftler haben kürzlich fast 64.000 Daten der britischen „Biobank“ zu der Fragestellung verglichen, welche Rolle reduzierter Zuckerkonsum auf die Entwicklung der Herzgesundheit im höheren Alter spielt. Das Durchschnittsalter der an der Studie beteiligten Probanden lag bei 55 Jahren. Es zeigte sich: Die Älteren, die in ihrer Kindheit nur wenig Zucker bekamen, hatten ein um 20 Prozent geringeres Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um 25 Prozent niedriger lag das Risiko für einen Herzinfarkt, auch für tödliche Infarkte, ebenso das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Sogar um 31 % lag das Schlaganfallrisiko bei „Zuckerarmen“ niedriger als bei der Vergleichsgruppe. Hauptgründe dafür sind bessere Blutzucker- und Blutdruckwerte.
Und noch etwas zeigte sich: Je länger man den Zuckerverbrauch reduzierte, desto besser war das Ergebnis. Das eindeutig erscheinende Ergebnis solle nun quer getestet werden mit Blick auf Genetik und Lebensstilfaktoren, um solche Effekte in ihrer Relevanz mit einzubeziehen. Auch die Einbeziehung der Ergebnisse mit Blick auf die Mundgesundheitsentwicklung wären interessant.