Chancengleichheit: Gruppenprophylaxe für gesunde Kinderzähne

Nicht alle Kinder haben die Chance, in einer Familie groß zu werden, bei der auch die Kindergesundheit oben auf der Aufgabenliste der Eltern steht. Und manche haben zwar liebevolle und sorgende Eltern – aber diesen mangelt es an Wissen, was gut für ihr Kind ist und was weniger. Ein Beispiel dafür sind Eltern, die ihren Kindern „gesunde Säfte" im Nuckelfläschchen geben: Sie wissen nicht, dass diese Säuren großen Schaden an den Milchzähnen ausrichten. Um allen Kindern wenigstens ansatzweise gleiche Chancen für gesunde Zähne zu ermöglichen, wurde die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe geschaffen, die nach rund 140jähriger vielfältiger Geschichte seit über 30 Jahren in allen Bundesländern vergleichbar abläuft: Kinder ab dem ersten und bis zum 12. Lebensjahr in Kitas und Schulen erhalten altersgerecht eine Zahngesundheitserziehung, lernen die für ihr Alter richtige Mundpflege, erfahren, welche Rolle die Ernährung für die Zahngesundheit spielt – und üben gemeinsam Zähneputzen. Hinzu kommen Vorsorgeuntersuchungen. Für dieses Angebot, das rund 80 % aller Kinder in Deutschland erreicht, arbeiten der Staat in seiner Rolle über die Zahnärztlichen Gesundheitsdienste, die Krankenkassen und die Zahnärzteschaft zusammen, jeder der Beteiligten in seinem eigenen Aufgabenbereich. Die erreichte Zahngesundheit bei den Zwölfjährigen hierzulande ist nach wie vor Weltspitze: Die Zahl der Kinder mit komplett kariesfreiem Gebiss hat sich zwischen 2007 und 2014 geradezu verdoppelt. Alljährlich weist der Tag der Zahngesundheit am 25. September, so auch in diesem Jahr vor wenigen Wochen, auf diese und weitere Vorsorge-Leistungen für die Bevölkerung hin.

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