Aktuelles aus der Praxis

Implantate: mögliche Misserfolge nicht ausschließen

Wie Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas, Universität Mainz und Mitglied des Vorstandes der wissenschaftlichen Deutschen Gesellschaft für Implantologie/DGI bei einer Informationsveranstaltung den Teilnehmern ans Herz legte, sollte man sich eines auch noch so geringen möglichen Misserfolges einer Implantatbehandlung immer bewusst sein. Auch wenn die „Überlebensrate", wie die Zahnärzte sagen, bei einer bis zu 20 Jahre währenden „Liegedauer" der Implantate bei über 90 Prozent liegt, zeige dies eben auch, dass es auch mal einen Misserfolg geben kann. Für einen solchen Misserfolg kann es sehr verschiedene Gründe geben, von schwierigen und schwer optimierbaren Ausgangssituationen im Mund über Infektionen des Patienten, die sich auf das Einheilen auswirken, bis hin zu einer ungünstigen Positionierung des Implantates im Mund und beispielsweise damit einhergehender Fehlbelastung. Nicht nur anfangs, sondern auch während der Zeit mit dem Implantat kann es zu Entwicklungen kommen, die das fest sitzende Implantat lockern können, darunter beispielsweise Erkrankungen der Knochen und die Auswirkungen der diesbezüglich eingesetzten Medikamente. Je nach Ursache des Implantatverlustes bieten sich verschiedene Lösungen an, den damit auch einhergehenden Verlust der Zahnkrone zu kompensieren und sowohl die Ästhetik, entsprechend der Rahmenbedingungen, als auch die Funktion im Mund wieder herzustellen.

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MIH: welche Rollen spielen Antibiotika?

Ein Gebiet, auf dem besonders intensiv geforscht wird in der zahnmedizinischen Wissenschaft, ist die Ursachensuche der MIH ("Kreidezähne"): Worauf gehen diese Schmelzbildungsstörungen bei Kindern zurück? Auch nach jahrelangen Studien ist die Wissenschaft noch keinen Schritt weiter, wenn es darum geht, einen eindeutigen Ursache-Wirkung-Zusammenhang zu finden. Vielmehr geht die bisherige Erkenntnislage von einem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren aus, zumal die Schmelzbildungsstörung sowohl vor als auch nach der Geburt ihren Anfang nehmen kann. Einen neuen Zugang zum Blick auf die Ursachen nutzte kürzlich die BARMER: Sie untersuchte die enorme Datenmenge an Abrechnungsdaten aus den Zahnarztpraxen nach möglichen Schnittmengen bei der Diagnosebeschreibung. Aus solchen Daten-Analysen entstehen die jährlichen „Zahnreports", die die Krankenkasse veröffentlich, in diesem Jahr zum Thema MIH / Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. In die Vielfalt der möglichen Ursachen gibt das Ergebnis der Analyse den Aspekt „Antibiotika-Gabe" hinein: Es zeigte sich, dass bei Kindern, bei denen es aufgrund von häufigen Atemwegsinfekten zu vermehrtem Antibiotika-Einsatz kam, auch vermehrt MIH festgestellt wurde. Wie Studienleiter Prof. Dr. Michael Walther/Universität Dresden betonte, ist die weitere Forschung auch zu diesem Zusammenhang eine dringende Aufgabe für die Wissenschaft.

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MIH: welche Rollen spielen Antibiotika?

Ein Gebiet, auf dem besonders intensiv geforscht wird in der zahnmedizinischen Wissenschaft, ist die Ursachensuche der MIH ("Kreidezähne"): Worauf gehen diese Schmelzbildungsstörungen bei Kindern zurück? Auch nach jahrelangen Studien ist die Wissenschaft noch keinen Schritt weiter, wenn es darum geht, einen eindeutigen Ursache-Wirkung-Zusammenhang zu finden. Vielmehr geht die bisherige Erkenntnislage von einem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren aus, zumal die Schmelzbildungsstörung sowohl vor als auch nach der Geburt ihren Anfang nehmen kann. Einen neuen Zugang zum Blick auf die Ursachen nutzte kürzlich die BARMER: Sie untersuchte die enorme Datenmenge an Abrechnungsdaten aus den Zahnarztpraxen nach möglichen Schnittmengen bei der Diagnosebeschreibung. Aus solchen Daten-Analysen entstehen die jährlichen „Zahnreports", die die Krankenkasse veröffentlich, in diesem Jahr zum Thema MIH / Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. In die Vielfalt der möglichen Ursachen gibt das Ergebnis der Analyse den Aspekt „Antibiotika-Gabe" hinein: Es zeigte sich, dass bei Kindern, bei denen es aufgrund von häufigen Atemwegsinfekten zu vermehrtem Antibiotika-Einsatz kam, auch vermehrt MIH festgestellt wurde. Wie Studienleiter Prof. Dr. Michael Walther/Universität Dresden betonte, ist die weitere Forschung auch zu diesem Zusammenhang eine dringende Aufgabe für die Wissenschaft.

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Schweizer Studie: Handzahnbürste ist der Favorit

Auch wenn es inzwischen eine enorme Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten gibt, die hinsichtlich der Reinigungseffizienz den elektrischen Zahnbürsten deutlich bessere Noten erteilen als den Handzahnbürsten, sinkt die Beliebtheit und Verbreitung der Handzahnbürste in der Bevölkerung nicht: Das jedenfalls zeigt eine Studie aus der Schweiz, die manchmal als „Mutterland der zahnmedizinischen Prophylaxe" bezeichnet wird. Wie die Konsumentenumfrage zu Oral Care ergab, favorisiert mehr als jeder zweite Schweizer zwischen 18 und 65 Jahren klar die Handzahnbürste. Ein Viertel der Befragten nutzt oszillierend-rotierende und rund ein Fünftel mit Schalltechnik arbeitende Mundhygiene-Instrumente. Deutlich wird, wie groß die Rolle der Gewohnheit bei der Mundhygiene ist: Von den Handzahnbürsten-Nutzern nannte mehr als die Hälfte das Argument, „schon immer" diese Form der Zahnpflege zu betreiben, zudem sei, so das subjektive Empfinden, diese Form einfacher in der Anwendung. Ein anderer Aspekt ergab sich durch die Studie, der allerdings für alle Patienten Relevanz hat: Rund jeder fünfte Befragte leidet demnach unter Zahnfleischbluten und lässt, um die Region zu schützen, bei der Mundhygiene die Zahnfleischränder daher lieber aus. Genau das Gegenteil ist richtig, betonen dagegen die Zahnärzte: Oft ist schon nach wenigen Tagen bewusst intensiver Reinigung gerade der blutenden Regionen das Zahnfleisch „von allein" wieder gesundet: Die störenden Beläge müssen weg – dann kann das Gewebe auch wieder heilen.

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Schweizer Studie: Handzahnbürste ist der Favorit

Auch wenn es inzwischen eine enorme Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten gibt, die hinsichtlich der Reinigungseffizienz den elektrischen Zahnbürsten deutlich bessere Noten erteilen als den Handzahnbürsten, sinkt die Beliebtheit und Verbreitung der Handzahnbürste in der Bevölkerung nicht: Das jedenfalls zeigt eine Studie aus der Schweiz, die manchmal als „Mutterland der zahnmedizinischen Prophylaxe" bezeichnet wird. Wie die Konsumentenumfrage zu Oral Care ergab, favorisiert mehr als jeder zweite Schweizer zwischen 18 und 65 Jahren klar die Handzahnbürste. Ein Viertel der Befragten nutzt oszillierend-rotierende und rund ein Fünftel mit Schalltechnik arbeitende Mundhygiene-Instrumente. Deutlich wird, wie groß die Rolle der Gewohnheit bei der Mundhygiene ist: Von den Handzahnbürsten-Nutzern nannte mehr als die Hälfte das Argument, „schon immer" diese Form der Zahnpflege zu betreiben, zudem sei, so das subjektive Empfinden, diese Form einfacher in der Anwendung. Ein anderer Aspekt ergab sich durch die Studie, der allerdings für alle Patienten Relevanz hat: Rund jeder fünfte Befragte leidet demnach unter Zahnfleischbluten und lässt, um die Region zu schützen, bei der Mundhygiene die Zahnfleischränder daher lieber aus. Genau das Gegenteil ist richtig, betonen dagegen die Zahnärzte: Oft ist schon nach wenigen Tagen bewusst intensiver Reinigung gerade der blutenden Regionen das Zahnfleisch „von allein" wieder gesundet: Die störenden Beläge müssen weg – dann kann das Gewebe auch wieder heilen.

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Implantate: frühzeitig die Mundsituation beachten

Man mag meinen, dass man an Zahnersatz, beispielsweise auf einem Implantat abgestützt, erst dann denken sollte, wenn ein Zahn entfernt werden muss oder schon ausgefallen ist. Das ist falsch, wie Dr. Dr. Anette Strunz, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Implantologie/DGI bei einer Fortbildungsveranstaltung empfahl: Man muss den ganzen Mund beobachten und kennen, insbesondere die Rolle, die der zur Disposition stehende Zahn im bestehenden Gefüge spielt. Zudem ermöglicht ein regelmäßig aktualisierter Anamnesebogen, der die Zahnarztpraxis auch über neu hinzugekommene Erkrankungen und Medikamente informiert, die auch damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die Mundgesundheit zu verfolgen: Das macht oft vorstellbar, was sich im Mund an der Stelle verändern könnte, für die das Implantat geplant ist. Für die Patienten heißt das, dass sie einerseits mit darauf achten sollten, ihren Anamnesebogen in der Praxis immer mal wieder auf Aktualisierungsbedarf zu überprüfen, andererseits, dass sie nachvollziehen können, warum ihr Zahnarzt oder ihre Zahnärztin sie unerwartet frühzeitig auf eine mögliche Implantatversorgung anspricht.

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Implantate: frühzeitig die Mundsituation beachten

Man mag meinen, dass man an Zahnersatz, beispielsweise auf einem Implantat abgestützt, erst dann denken sollte, wenn ein Zahn entfernt werden muss oder schon ausgefallen ist. Das ist falsch, wie Dr. Dr. Anette Strunz, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Implantologie/DGI bei einer Fortbildungsveranstaltung empfahl: Man muss den ganzen Mund beobachten und kennen, insbesondere die Rolle, die der zur Disposition stehende Zahn im bestehenden Gefüge spielt. Zudem ermöglicht ein regelmäßig aktualisierter Anamnesebogen, der die Zahnarztpraxis auch über neu hinzugekommene Erkrankungen und Medikamente informiert, die auch damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die Mundgesundheit zu verfolgen: Das macht oft vorstellbar, was sich im Mund an der Stelle verändern könnte, für die das Implantat geplant ist. Für die Patienten heißt das, dass sie einerseits mit darauf achten sollten, ihren Anamnesebogen in der Praxis immer mal wieder auf Aktualisierungsbedarf zu überprüfen, andererseits, dass sie nachvollziehen können, warum ihr Zahnarzt oder ihre Zahnärztin sie unerwartet frühzeitig auf eine mögliche Implantatversorgung anspricht.

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Kreidezähne: Früherkennung hilft

Einen wichtigen Grund, warum Eltern wirklich alle Möglichkeiten der Zahngesundheits-Vorsorge-Untersuchungen wahrnehmen sollten, die das Gelbe Untersuchungsheft anbietet, machte vor Kurzem die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung deutlich: Auch die Behandlung von „Kreidezähnen" und die Betreuung betroffener Kinder profitiert erheblich davon, wenn solche Fehlentwicklungen früh entdeckt werden. Fachlich werden „Kreidezähne" als MIH = Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bezeichnet: Aufgrund nach wie vor nicht gänzlich geklärter Ursachen entwickelt sich der Zahnschmelz der betroffenen Zähne nicht so, wie es der Bauplan der Natur vorgesehen hat. Offensichtlich gibt es in der Schmelzbildungsphase störende Einflüsse, die dazu führen, dass sich beispielsweise die Kristalle im Zahnschmelz sich nicht richtig an- und einordnen. Was vor Jahren noch als eher seltene Zahnbildungsstörung galt, zeigt sich heute – vielleicht auch aufgrund höherer Aufmerksamkeit – bei fast 30 % der im Rahmen der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie untersuchten Zwölfjährigen, wie Prof. Dr. A. Rainer Jordan vom Institut der Deutschen Zahnärzte betonte. Früh erkannt, kann den betroffenen Zähnen, den Kindern und ihren Eltern diese schwierige Situation deutlich erleichtert werden.

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