Aktuelles aus der Praxis

Urahn mit schwachem Kiefer

Die Gattung Australopithecus, die vor zwei Millionen Jahren in Südafrika lebte, gehört zu den Vorfahren des modernen Menschen. Die Analyse von Schädel- und Kieferknochen der Art Australopithecus sediba, die Forscher 2008 entdeckten, ließ die Wissenschaftler zunächst vermuten, dass der menschliche Urahn sich von harter Nahrung, Früchten und sogar Baumrinde ernährte. Dieses Urteil wurde jetzt in einer Fachzeitschrift revidiert: Kleinere und damit schwächere Backenzähne und die Simulation der Kaubelastung deuten darauf hin, dass diese Vorfahren sich wohl eher ihren Kiefer gebrochen hätten, wenn sie mit voller Kraft harte Nahrung gekaut hätten.

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Karies: ...er musste nicht bohren

EIne Karies kann auch ohne Bohren behandelt und vor allem verhindert werden. Dies belegen inzwischen zahlreiche Untersuchungen. Die zahnärztliche Vorsorge in Verbindung mit einer guten Zahnpflege des Patienten kann den Bedarf an Füllungen um die Hälfte reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommen australische Wissenschaftler um Professor Wendell Evans von der Universität von Sydney. Das Team um Professor Wendell hat eine „Vier-Punkte-Regel" formuliert, mit der Karies aus seiner Sicht gestoppt und geheilt werden kann. 1. Der Zahnarzt trägt im Frühstadium einen konzentrierten Fluoridlack auf die kariöse Stelle auf. Der Lack härtet und schützt den Zahn. 2. Der Patient sollte besonders gut auf die Zahnpflege achten und korrekt die Zähne putzen. 3. Der Patient sollte zwischen den Mahlzeiten auf zuckerhaltige Snacks und Getränke verzichten. 4. Der betroffene Zahn muss in der Zahnarztpraxis regelmäßig kontrolliert werden.

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Eine gute Mundhygiene ist bei chronischer Nierenerkrankung wichtig

Ist das Zahnbett entzündet, beeinträchtigt dies nicht nur die Mundgesundheit. Offensichtlich haben Entzündungen im Mund (Parodontitis) auch gravierende Auswirkungen auf den ganzen Körper. Eine aktuelle Untersuchung britischer Forscher belegt nun beispielsweise den ausgeprägten Zusammenhang zwischen Parodontitis und einer erhöhten Sterblichkeit von Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung. Die Forscher hatten mehr als 800 Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung über 14 Jahre hinweg immer wieder untersucht und dabei die um zehn Prozent höheren Sterblichkeitsraten festgestellt, wenn eine Parodontitis zur Nierenerkrankung hinzu kam. 

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Fieber ist kein Symptom des Zahnens

Wenn um den sechsten Lebensmonat herum die ersten Zähnchen durchbrechen, haben es Baby und Eltern oft nicht leicht. Wenn es im Mund drückt, beginnt oft eine unruhige Zeit, weil auch das friedlichste Kleinkind unter den Symptomen leiden kann. Fieber – 38 Grad Celsius auf dem Thermometer und mehr – gehört jedoch nicht dazu. Dies belegt eine Untersuchung in einer Fachzeitschrift für Kinderärzte. Forscher haben zehn Studien analysiert, bei denen die Zeichen und Symptome des Zahnens von insgesamt 3500 gesunden Kleinkindern erfasst wurden. Mehr als 70 Prozent der Kinder zeigten Symptome: sie waren gereizt, der Speichelfluß war erhöht und die Mundschleimhaut empfindlich und gereizt. Jedes 5. Kind litt unter Durchfall. Wenn die Körpertemperatur anstieg – was ebenfalls keine Seltenheit ist – erreichte diese indes nie das Fieberniveau von 38 Grad Celsius.  

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Patienten mit Implantattherapie zufrieden

Die allgemeine Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten mit einer Implantat-Therapie ist hoch. Zu dieser Schlussfolgerung kommen schwedische Wissenschaftler, die mehrere tausend Patienten rund sechs Jahre nach Abschluss ihrer Behandlung befragt haben. Besonders zufrieden waren ältere Patienten. Frauen scheinen höhere Ansprüche an das ästhetische Ergebnis einer Implantatversorgung zu haben als Männer. Wie die Forscher in einer Fachzeitschrift berichten, waren Männer mit ihrem ästhetischen Therapieresultat häufiger zufrieden als Frauen. Patienten, die von Spezialisten für Implantologie behandelt worden waren, erwiesen sich darüber hinaus als zufriedener mit ihrer Kaufunktion und der Ästhetik ihrer implantatgetragenen Versorgung.

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Gesunde Ernährung gesunder Mund

Bei der Ernährung sollte man nicht nur auf eine ausreichende Zufuhr von Fluor achten, um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten:  Auch Kalzium ist für die Zähne wichtig. Den Mineralstoff liefern vor allem Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch. Auch grünes Gemüse fördert die Erhaltung der Zähne. Eine Untersuchung zeigt, dass Vorschulkinder, die viel Gemüse essen, ein geringeres Kariesrisiko haben als andere Kinder. Denn Gemüse enthält viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe – zudem weniger Fruchtsäuren als Obst. 

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Rheumapatienten regelmäßig zum Zahnarzt

Patienten, die an rheumatoider Arthritis leiden, sollten besonders auf ihre Mundgesundheit achten: Eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) kann die Schwere der Gelenkentzündung im Verlauf der Erkrankung beeinflussen. Wie australische Forscher in einer Fachzeitschrift berichten, gibt es auch Hinweise, dass sich eine Behandlung der Parodontitis auf die Gelenkentzündung positiv auswirkt. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler zwischen Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis) und anderen Erkrankungen eine Vielzahl von Beziehungen und Wechselwirkungen entdeckt. Bei der Entstehung von Zahnbettentzündungen spielen nämlich nicht nur eine Infektion mit Bakterien und eine schlechte Mundhygiene eine Rolle. Auch das Immunsystem ist beteiligt. Das ist eine Gemeinsamkeit von rheumatoider Arthritis und Parodontitis: bei beiden spielt die individuelle Immunreaktion eines Patienten für den Krankheitsverlauf eine Rolle. 

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Zahnimplantate: Wann darf ich sie belasten?

Eine steigende Zahl von Untersuchungen belegt, dass die Erfolgsraten bei sofort versorgten Implantaten – bei denen ein Zahnersatz umgehend auf dem Implantat befestigt wird – nicht schlechter sind als bei Titanwurzeln, die zunächst gedeckt – also geschützt unter der Schleimhaut – über längere Zeit einheilen konnten. „Allerdings bedeutet Sofortversorgung nicht automatisch Sofortbelastung", betonen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Implantologie. Zwar besteht prinzipiell die Möglichkeit, ein Implantat sofort mit Zahnersatz zu versorgen. Doch eine sofortige Belastung ist nur in bestimmten Fällen sinnvoll. So sind sich die Experten einig, dass Implantate, die in den vorderen Bereich eines zahnlosen Unterkiefers eingepflanzt und miteinander verbunden sind, sofort versorgt und auch belastet werden können. Doch in allen anderen Fällen ist das Bild für die Spezialisten differenzierter. Gleichwohl muss kein Patient nach einer Implantation die Zahnarztpraxis mit Zahnlücken verlassen: Werden Implantate in teilbezahnte Kiefer gepflanzt, kann der provisorische Zahnersatz beispielsweise etwas niedriger als die umgebenden Zähne gehalten werden. So wird die Lücke ästhetisch ansprechend geschlossen, aber das Implantat beim Kauen nicht belastet. 

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