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Patientennews

Backenzähne: Schutz durch Versiegelung

In der Zeit des Durchbruchs der bleibenden Zähne ist die Kieferentwicklung noch nicht abgeschlossen – der Kieferknochen wächst noch, ebenso wie das umgebende Gewebe. Ob er wächst wie gewünscht oder sich ungünstig verformt, hängt auch von der Gesundheit und natürlichen Entwicklung der Zahnreihe ab: Ist sie intakt und stehen alle Zähne am vorgesehenen Platz, hat der Knochen eine „Leitplanke“, an der er seine Entwicklung orientiert. Zu den diesbezüglich wichtigsten Zähnen gehören die „Backenzähne“ (Molaren). Ihre mit „Bergen und Tälern“ versehene Kaufläche, die auf den gegenüberliegenden Zahn abgestimmt ist und zum gemeinsamen Zermalmen der Nahrung dient, ist leider auch für Bakterien attraktiv: Die unebene Oberfläche bietet Raum für Zahnbelag und, besonders bei erhöhtem Kariesrisiko des Kindes, auch für bakterielle Besiedlung. Es ist deshalb eher nicht verwunderlich, dass viele Kinder ihre ersten Karieslöcher auf den Kauflächen ihrer Molaren erleben. Diesem Prozess kann man allerdings entgegenwirken: Bei Karies-Risiko-Kindern können die unebenen Kauflächen versiegelt werden: Nach vielfältigen Vorbereitungsschritten, die auch dazu dienen, bestehende Schäden zu reparieren, wird ein spezieller Dental-Kunststoff aufgetragen. Je nach Produkt härtet er von selbst aus oder unter Zuhilfenahme einer speziellen Lampe. Die Versiegelung selbst ist ein „Klassiker“ in der Zahnheilkunde – immer mal wieder prüfen aber die wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowohl die Voraussetzungen als auch die zur Verfügung stehenden Materialien bis hin zu Aufgaben im Bereich der Nachsorge, um das Vorgehen bei Versiegelungen auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu bringen. Die entsprechende Leitlinie ist gerade wieder aktualisiert worden, dabei wurden auch neue Materialien berücksichtigt.

Quelle: Patientennews der DGI

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