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Patientennews

Vorzeitiger Zahnverlust: Erberkrankung?

In den Zahnarztpraxen hören die Behandlungsteams immer mal wieder von Patienten, sie hätten ihre schlechten Zähne geerbt. Fast immer ist aber eher eine lückenhafte Zahnpflege „ererbt“, heißt es dann oft als Antwort es zahnmedizinischen Teams. Versteckter Zahnstein untermauert meist diese Einschätzung. Dennoch gibt es Erberkrankungen, zu deren Folgen auch Zahnschäden gehören können, wie eine große Zahnärztezeitung gerade berichtete. Beispielhaft sei das sogenannt Papillon-Lefèvre-Syndrom genannt, das auf einer Genmutation beruht. Die Betroffenen leiden unter einer Art Verhornungsstörung, sie entwickeln vor allem unnatürlich verdickte Handinnenflächen und Fußsohlen. Schon im Kleinkindalter leiden sie unter entzündlichen Zahnbetterkrankungen aufgrund tiefer Zahnfleischtaschen, in denen schädliche Bakterien fast ungestört Gewebe zersetzen können, weil auch die Immunabwehr des Körpers reduziert ist. Zudem wird Kieferknochen abgebaut. Werden die Kinder nicht sachgerecht behandelt, unter anderem mit besonders intensiver Mundhygiene und gezielt eingesetzter Antibiotika, sind sie zahnlos, wenn ihre Grundschulzeit beginnt. Solche und weitere Erberkrankungen benötigen häufig die interdisziplinäre Unterstützung über die Zahnmedizin hinaus – und viel Geduld, bis die Kiefer fertig entwickelt sind und Zahnersatz eingesetzt werden kann.

Quelle: Patientennews der DGI

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