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Patientennews

Zuckerersatzstoff: Schlaganfall-Risiko

Es ist eine komplizierte Konstellation. Kurzgesagt: Menschen mögen Süßes. Zucker schadet den Zähnen, stört den Insulinhaushalt und unterstützt die Entwicklung von Übergewicht. Also sucht die Forschung nach Süßungsmitteln, die das Süß-Bedürfnis bedienen, aber nicht die Folgen von Zucker haben. Gefunden haben sie beispielsweise Zuckerersatzstoffe wie Erythrit. Das könnte die Antwort sein. Leider ist sie nicht so einfach, wie es klingt. 2001 wurde dieser aus Mais entwickelte Stoff von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen und erfreut sich enormer Beliebtheit. Eine aktuelle US-amerikanische Studie mit über 4000 Menschen aus Europa und den USA zeigt nun, dass diese Freude eine dunkle Seite hat: Die Studienteilnehmer mit einem höheren Gehalt an Erythrit im Blut erlitten innerhalb von drei Jahren deutlich häufiger als die Kontrollgruppe einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Grund ist die Veränderung der Leistung der Zellen in den Blutgefäßen, unter anderem produzierten sie mehr Freie Radikale und zellschädigende Stoffwechsel-Produkte. Dadurch alterten die Blutgefäße, sie wurden geschädigt und leisteten Entzündungen Vorschub. Blutplättchen können, so die Wissenschaftler, verklumpen und im ungünstigen Fall Gerinnsel bilden. Bisher beruhen die Ergebnisse auf einer Laborstudie an Zellen und einer Einzeldosis Getränk mit diesem Zuckerersatzstoff – die Ergebnisse zeigten, so das Forscherteam, dass die entdeckten zellulären Veränderungen umfangreiche Studien an Menschen erforderlich machen.

Quelle: Patientennews der DGI

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