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Patientennews

Das Mikrobiom: undurchdringlich?

Wenn man weiß, welche gewichtige Rolle das individuelle Mikrobiom, also die Gesamtheit aller Keime von Bakterien über Viren bis hin zu Pilzen, für Gesundheit und Wohlbefinden spielt, wird klar, dass dieses gut im Blick bleiben sollte: Gerät der Mix aus der Harmonie, kann es für den Menschen unangenehm bis gefährlich werden. Die Frage ist: Wie kann man messen, welche Keimgruppe in welcher Menge zu diesem individuellen Mikrobiom gehört – und wie erkennt man, dass im Mix etwas aus dem Ruder läuft? Insbesondere bei lebensgefährlichen Infektionssituationen muss die Keimkontrolle schnell gehen. Das wird mittlerweile mit digitaler Unterstützung erreicht – aber es gibt dabei offenbar Fehler. Nun hat das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig das Verfahren, das auch „Profiler“ genannt wird, optimiert. Ein Profiler im Team der Kriminalpolizei entwickelt ein Bild zur Gesamtsituation anhand von Mustern, die Auffälligkeiten erkennen lassen. Der Mikrobiom-Profiler erstellt ebenfalls Muster – aus Art und Anzahl der Bakterien, Viren und Pilze. Bio-Signale für Erkrankungen können auf diese Weise leichter entdeckt werden. Auch für chronische Mundinfektionen wie beispielsweise Parodontitis kann es interessant sein zu wissen, in welcher Weise das orale Mikrobiom gestört ist. Die weitere Forschung und Entwicklung könnte daher auch für die Zahnmedizin und Patienten mit Zahnproblemen hilfreich sein.

Quelle: Patientennews der DGI

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