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Patientennews

Dino-Zähne: Klima-Botschafter der Geschichte

Alte Zähne – neue Messmethoden: Im Schnitt 150 Millionen Jahre alt sind die Dinosaurier-Zähne, die sich eine Forschungsgruppe an drei deutschen Universitäten als Studienobjekte ausgesucht hat. Mit hochsensiblen Messgeräten konnten sie den Zahnschmelz auf seine Zusammensetzung, vor allem aber seine Einlagerungen hin untersuchen. Die Frage war, ob man anhand dieser eingebauten Stoffe Rückschlüsse auf das damalige Klima ziehen kann. Beim Atmen dringen feinste Teilchen aus dem Sauerstoff in den Zahnschmelz ein – ein Umstand, der solche Untersuchungen möglich macht. Ändert sich die Atmosphäre, in der man lebt, beispielsweise durch photosynthetische Aktivität der Pflanzen, dann kann man dies an der Art der Einlagerungen im Zahnschmelz erkennen. Die Ergebnisse bestätigen die bisherigen Vermutungen und anderweitigen Untersuchungen von Bodenproben, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre damals viermal höher war als zu Beginn der Industrialisierung. Die Erde war deutlich wärmer. Die Photosynthese der Pflanzen, die Licht, Wasser und Kohlendioxid nutzen, um beispielsweise Sauerstoff zu produzieren, war stärker aktiviert. Offenbar hat nicht zuletzt eine Reihe von Vulkanausbrüchen zu Veränderungen der Zusammensetzung der Atemluft geführt. Die Ergebnisse tragen entscheidend mit dazu bei, die Veränderungen der klimatischen Entwicklungen besser zu verstehen. Die Studien am Dino-Zahnschmelz erweitern unser Bild vom Leben auf der Erde vor Millionen von Jahren erheblich – und machen Klima-Vergleiche mit der modernen Zeit möglich.

Quelle: Patientennews der DGI

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