
Erfreulicherweise scheint der Trend, eine Party durch Lachgas-Nutzung aufzupeppen, zumindest hierzulande schon wieder abzuebben: Vielleicht haben ja die vielen überzeugenden Berichte mit dazu beigetragen, die auf die schädlichen Folgen des missbräuchlichen Nutzens verweisen. Was dabei selten berichtet wird: Lachgas kann im Mund und im Rachen zu Erfrierungen führen. Die Schleimhaut ist gerötet, geschwollen, oft auch verletzt, mitbetroffen sind oft die Gaumenzäpfchen und auch die Stimmbänder. Die Verletzungen sind erheblich schmerzhaft und die Heiserkeit beim Sprechen belastend. Rettungskräfte berichten darüber hinaus über notärztliche Einsätze nach Lachgas-Nutzung und auch Todesfälle, besonders bei Festivals. Da das manchmal auch aromatisierte Gas mancherorts leicht verfügbar ist, wird es von Unkundigen als harmlos eingeschätzt. Ärzte, die mit Party-Lachgas-Folgen bei Patienten zu tun haben, beobachten zudem in der Folge Störungen im Vitamin-B12-Haushalt des Körpers sowie im Nervensystem. In Deutschland ist derzeit ein Gesetzentwurf auf dem Weg, der die risikoreichen Missbrauchs-Folgen stoppen will durch Einschränkungen beim Vertrieb, durch Verbot von Erwerb und Besitz bei Minderjährigen. Im Vorfeld gibt es bereits erste Bundesländer, die den Verkauf von Lachgas an Jugendliche schon jetzt unter Strafe stellen.
Quelle: Patientennews der DGI