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Patientennews

Rote Beete im Mund: Blutdrucksenker

Was man immer mal wieder beobachtet hatte, ist jetzt untersucht – und bestätigt: Bei älteren Menschen senkt Rote Beete den Blutdruck. Grund dafür ist das orale Mikrobiom, also die Großfamilie aller Keimarten, die im Mund lebt. Britische Wissenschaftler haben einer Studien-Teilnehmergruppe aus jungen Erwachsenen und Senioren über 14 Tage täglich nitratreichen Rote-Beete-Saft zu trinken gegeben und einer Vergleichsgruppe ein Placebo-Getränk. Getestet wurden die Auswirkungen auf die bakterielle Kolonisation: Welche Bakterien wurden gefunden, welche wurden mehr und welche weniger? Die Ergebnisse in der Rote-Beete-Gruppe zeigten, dass bei den jungen Erwachsenen und bei den Senioren Veränderungen festgestellt werden konnten – aber unterschiedliche. Während sich bei der jüngeren Gruppe die Zusammensetzung des Mikrobioms veränderte, allerdings ohne größere Effekte für die Gesundheit, zeigte sich bei den Senioren ein deutlicher Rückgang eines Bakteriums, das unter anderem als Infektions-Erreger gilt. Zugenommen hatte dagegen die Anzahl einer anderen Bakterienart, die gesundheitsfördernde Wirkung hat. Der Effekt dieser Entwicklung: Die Teilnehmer der Rote-Beete-Saft-Gruppe, die mit erhöhtem Blutdruck gestartet war, zeigte zum Abschluss der Studie einen deutlich niedrigeren Wert, bei der Placebo-Gruppe veränderte sich dagegen nichts. Die Forscher vermuten, dass die blutdrucksenkende Wirkung durch Unterdrückung schädlicher Mund-Bakterien erfolgte. Erreicht wurde eine gesündere Funktion der Blutgefäße und damit einhergehend eine Senkung der hohen Blutdruckwerte. Im Fokus steht dabei die Wirkung des Nitrats, das außer in Rote Beete auch in anderen Gemüsesorten vorkommt. Gesunde Ernährung und notfalls nitrathaltige Nahrungsergänzungsmittel könnten die Lebensqualität und Gesundheit älterer Menschen spürbar verbessern.

Quelle: Patientennews der DGI

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