
Was schon lange aus der menschlichen Mundgesundheit bekannt ist, bestätigte sich jetzt auch bei Haifischen: Säure schadet dem Zahnschmelz. Sie löst kleinste Partikel aus der kristallinen Struktur und destabilisiert dadurch das härteste Körpermaterial. Diese Folgen haben Düsseldorfer Zoologen und Biologen jetzt bei Haifischen nachgewiesen: Säure greift die Zähne der Fische an. Das allein wäre nicht so ungewöhnlich, schließlich ist der Prozess ja bekannt. Die Frage war vielmehr: Wo kommt diese Säure her? Darauf haben die Wissenschaftler auch eine Antwort, und diese geht uns alle an: Die Ozeane versauern derzeit immer mehr. Das immer mehr freigesetzte CO2 (Kohlendioxid) gelangt nicht nur in die Luft, sondern auch ins Wasser und senkt den natürlichen ph-Wert, was bedeutet, dass der Säurewert des Wassers steigt. Dabei hat das Studienteam dieser Entwicklung etwas vorgegriffen und einen höheren Säurewert simuliert, als es ihn heute gibt – und zwar den, der für das Jahr 2300 erwartet wird. Erste Anzeichen von Säureschäden gibt es aber auch schon heute – die Wissenschaftler weisen mit ihrer Simulation darauf hin, diese Entwicklung mit im Blick zu haben beim Umgang mit Kohlendioxid und den CO2-Einsparzielen. Die Folgen für die Ozeane betreffen nicht nur die Haifischzähne, sondern diese sind nur eindrucksvoller Marker für die insgesamt gefährliche Entwicklung, deren Konsequenzen für die Meere noch gar nicht allen Menschen bewusst sind
Quelle: Patientennews der DGI