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Patientennews

Sportmundschutz: „Eishockey-Schäden“

Sportmundschutz ist auch im Profisport noch immer nicht selbstverständlich, stellen Sportzahnmediziner immer wieder fest. Dabei führen insbesondere Gesichts-Verletzungen beim Eishockey zu erheblichen Folgen im Mund, oft über ausgeschlagene Zähne hinaus. Wie Sportzahnmediziner Dr. Alexander Dorschner in einer zahnärztlichen Fachzeitschrift berichtet, beginnt die zahnärztliche Betreuung von Eishockeyspielern aber nicht erst bei einer eingetretenen Verletzung, sondern mit ganz klassischer Prävention. Das bedeute, dass regelmäßig eine Zahn- und Mundgesundheitskontrolle erfolgt, ebenso regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung sowie Behandlung bei ersten auftretenden noch kleinen Schäden. Aufgrund der bei erwachsenen Spielern nicht geschützten unteren Gesichtshälfte (für die obere gibt es ein Halbgitter am Helm) finden sich bei Eishockeyspielern zudem öfter Schäden am Unterkiefer-Knochen und dem Weichgewebe. Bei der Vorbeugung, so zeigen Studien, haben Eishockeyspieler noch einiges im Vergleich zu Fußballspielern aufzuholen: Während fast jeder Fußballer an Kontrolluntersuchungen teilnimmt, sind es bei den Eishockeyspielern nur rund 40 %. Und diese haben erheblich mehr Kariesprobleme als ihre Sportskollegen am Fußball, vielleicht auch, weil sie, im Vergleich, kaum Zahnseide nutzen. Die erheblichen Schäden durch Schläger oder Puck können durch individualisierten Sportmundschutz stark reduziert werden – es brauche leider seine Zeit, bis sich bei allen Eishockey-Aktiven herumspreche, dass das Sinn macht. Das Thema müsse daher immer wieder angesprochen und mit Beispielen belegt werden.

Quelle: Patientennews der DGI

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